Was ist wirklich wichtig? Und wie geht man das an?
Wie lässt sich ein Gefühl in ein konkretes Design umsetzen?
Wie verankern wir dieses Ziel in den Entwicklungsprozess?
Wie schaffen wir alle zusammen an demselben Ziel?
Wie gelangen wir zu einer erfolgreichen Entscheidungsfindung?
Wie kann man aus einer Fülle von Meinungen eindeutige Schlussfolgerungen ziehen? Wie lassen sich die zugrunde liegenden Gefühle und Motive abstrahieren und konkretisieren? Was ist wirklich wichtig?
Bewohner und Besucher teilen implizit viel mehr Wissen, als wir derzeit wahrnehmen.
Eine berechtigte Frage, die sich bei konkreten, benennbaren Themen auch leicht beantworten lässt. Aber ist das auch möglich, wenn die Bewohner ein Gefühl artikulieren, ohne dass es eine eindeutige und anwendbare Maßnahme gibt?
Designer können die Wünsche von Bewohnern und Besuchern nur dann effektiv umsetzen, wenn in diesen auch eine klare Linie zu erkennen ist. Dazu müssen aus den vorliegenden Partizipationsdaten konkrete Maßnahmen abstrahiert und geprüft werden.
Wir befassen uns gerne mit konkreten Aufgaben, wie viele Wohnungen gebaut werden, Verkehrskapazität, Wasserrückhaltung oder Grünflächen. Die Schaffung von Orten mit positiver städtischer Bedeutung ist dabei meist der letzte Schritt. Dieses Ziel steht somit ständig unter Druck.
Räumliche Dichte und finanzieller Druck stehen nicht im Widerspruch zu einer attraktiven Stadt. Da wir jedoch in den frühen Projektphasen die gewünschte menschliche Wahrnehmung einer Stadt nicht klar definieren, sind wir in späteren Phasen gezwungen, Investitionen zu tätigen, um Qualitätsprobleme zu mindern.
Die Aufgabe ist komplex und die Ziele können unterschiedlich interpretiert werden. Wie kann man das Team auf das gemeinsame Ziel fokussieren, es dazu bringen, über die richtigen Themen zu sprechen und so eine effektivere Zusammenarbeit erreichen?
Das Rollenverständnis ist die erste Voraussetzung für eine effektive Zusammenarbeit. Wer ist der Kunde, wie wird er bedient, wer und was wird dafür benötigt und welche Vorstellungen gibt es im Projektumfeld?
Das ist nicht so einfach, da dies eine Auseinandersetzung mit den Motiven statt mit den Maßnahmen erfordert. Ein gutes Beispiel ist die Knappheit auf dem Wohnungsmarkt. Es besteht politischer Konsens darüber, dass Wohnraum geschaffen werden muss, während die Wohnfläche pro Einwohner ständig zunimmt. Aber die Anwohner sind nicht glücklich über einen neuen Stadtteil auf der ehemaligen Wiese oder einen Wohnblock nebenan. Und die haben bereits eine Wohnung. Eine vereinfachte Herangehensweise an die Frage nach dem Warum führt also auf Dauer zu mehr Diskussionen.